Pelz + Leder-Reinigung

Lederfibel

Wissen rund um Färbungen

Die gespaltenen Rohhäute werden zunächst mit pflanzlichen oder mineralischen Stoffen gegerbt, dann gefärbt. Zu den wichtigsten Färbungen lesen Sie mehr in den folgenden Abschnitten.

Pigmentfärbung

Pigmentfarben werden aufgespritzt. Dabei wird die Narbenoberfläche des Leders mit einer deckenden und schützenden Farbschicht übersprüht. Sehr unterschiedliche Hautstrukturen können auf diese Art ausgeglichen werden. Bei diesem gedeckten Leder treten die natürlichen Merkmale weniger in Erscheinung. Deshalb wird gedecktem Leder oft ein Narbenbild aufgeprägt. Gedecktes Leder hat gegenüber anilingefärbtem Leder den Vorteil, dass es nicht so empfindlich ist.

Semi-Anilinleder ist eine Kombination von Anilin- und Deckfärbung. Es ist anilingefärbt und mit Pigmentfarbe leicht abgedeckt, was ein farblich einheitlicheres Leder ergibt und es weniger empfindlich macht.

Anilinfärbung

Das Leder wird durchgefärbt. Die natürliche Oberfläche des Leders bleibt erhalten und in ihrer Struktur erkennbar.

Die Wirkung erinnert an gebeiztes Holz, gerade bei großflächigem Leder sieht man eine lebendige Wolkigkeit des Anilinleders. Der Grund: Auch bei einem Rind ist nicht eine Faser wie die andere, sie nehmen daher Farbe unterschiedlich an. Bei der sehr schönen Anilinfärbung muss allerdings eine gewisse Empfindlichkeit in Kauf genommen werden. Wer anilingefärbtes Leder kauft, sollte sich auf eine ganze Menge Natur einstellen.